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Brandanschlag gegen MigrantInnen in Köln!

In Köln wurde heute Früh gegen 3.00 Uhr ein Wohnhaus in der Biberstraße von Unbekannten in Brand gesteckt. In dem Wohnhaus leben zum Großteil MigrantInnen aus der Türkei.Nach Angaben einer Hausbewohnerin war der Brand im Kellergeschoss ausgebrochen und hat großen materiellen Schaden verursacht. Sükran Titiz wurde auf das Feuer aufmerksam und alarmierte die anderen HausbewohnerInnen, wodurch der Verlust von Menschenleben verhindert wurde.Mitglieder der Anatolischen Föderation, die seit einiger Zeit eine Kampagne gegen rassistische Übergriffe führen, besuchten die Betroffenen und brachten ihr Mitgefühl zum Ausdruck. Sie sprachen mit Sükran Titiz, die das Feuer entdeckte. Sie berichtete, dass das Gebäude vor zwei Monaten mit einem Hackenkreuz beschmiert wurde und die zuständigen Behörden darüber informiert wurden. Dennoch wurden keinerlei Maßnahmen ergriffen hieß es. Nun hätten die HausbewohnerInnen beinahe mit ihrem Leben bezahlt. Sükran Titiz betonte, dass es sich nicht um einen Zufall handle, sondern beabsichtigt wurde, die Menschen lebendig zu verbrennen. Das im Keller ausbrechende Feuer verbreitete sich kurzerhand im ganzen Gebäude. Sükran Titiz wurde durch einen Knall aus dem Schlaf gerissen, der durch das Platzen brennender Autoreifen im Keller ausgelöst wurde. In Todesangst verließen sie das Gebäude und informierten die Feuerwehr. Obwohl die nächstgelegene Feuerwehrzentrale nur 5 Minuten vom Brandort entfernt ist, kamen die Einsatzkräfte erst nach 15 Minuten. Sükran Titiz fühlte sich und ihre MitbewohnerInnen von den Feuerwehrleuten und der Polizei als potentielle Verbrecher behandelt. Ihren Angaben zufolge hatten sie die Ambulanz an der Zufahrt gehindert. Ohne Erste Hilfe wurden die HausbewohnerInnen in den gegenüberliegenden Park gebracht. Sükran Titiz betonte, dass man den Ausländern damit sagen will “Wir wollen euch nicht mehr. Entweder ihr geht von selbst oder wir werden euch weiterhin anzünden!” Ihren Worten zufolge handelte es sich dabei um einen rassistischen Angriff. Die Hausbewohnerin fügte hinzu, dass für sie keine Lebenssicherheit gegeben sei und alle MigrantInnen mit solchen Angriffen konfrontiert werden könnten. Titiz beantwortete auch die Fragen der Presse, die nach dem Brand vor Ort erschien. Sie musste allerdings feststellen, dass die Berichterstattung der Medien völlig aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Deshalb fragt sie die Deutsche und Türkische Presse „Sie haben nicht geschrieben, was ich ihnen erzählt habe, sondern das, was sie schreiben wollten! Wir wurden total übers Ohr gehauen! Meine Kinder können vor Angst nicht schlafen! Wer wird dafür Rechenschaft ablegen!” Die Betroffenen erklärten gegenüber den Besuchern von der Anatolischen Föderation, dass sie nichts anderes wünschen, als dass ihre Stimme in die Öffentlichkeit getragen wird.

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