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FREIGANG BEI JEAN-MARC ROUILLAN GESTRICHEN!

Vor einigen Tagen wurde der Gefangene aus Action Directe, Jean-Marc Rouillan nach einem Interview mit der Zeitung L’EXPRESS zurück in den geschlossenen Vollzug verlegt. Er war seit Dezember 2007 im Freigang, sollte dort 1 Jahr arbeiten und dann – nach fast 22 Jahren Knast, davon die meiste Zeit in Isolationshaft – entlassen werden.
Der zuständige Richter liess ihn jetzt zurückverlegen mit der Begründung, Jean-Marc habe gegen die Auflage für den Freigang verstoßen, „sich nicht öffentlich zu den Taten zu äußern, wegen denen er verurteilt wurde“.
Jean-Marc hatte auf die Frage von L’EXPRESS, ob er das Attentat auf Renault-Chef Besse bereue, geantwortet: „Ich habe nicht das Recht, mich dazu zu äußern. Aber diese Tatsache ist schon eine Antwort. Denn es ist klar, daß ich mich äußern dürfte, wenn ich allem abschwören würde, was wir getan haben! Mit diesem Zwang zum Schweigen wird auch jede kritische Bilanz unserer Geschichte unterdrückt. Der Prozess des bewaffneten Kampfes, der sich in der Folge von 68 mit großem emanzipatorischen Elan entwickelt hat, existiert nicht mehr. Aber als Kommunist bin ich nach wie vor davon überzeugt, daß der bewaffnete Kampf in einem bestimmten Moment des revolutionären Prozesses notwendig ist.“
Am 16.10.08 soll entschieden werden, ob Jean-Marc wieder in den Freigang kommt oder nicht – was mit Sicherheit auch eine Rolle bei der Frage seiner Entlassung im Dezember spielen wird.
Weitere Infos: www.nlpf.samizdat.net

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