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Pressemitteilung: Solidarität mit dem tamilischen Freiheitskampf

Pressemitteilung des Kurdistan-Solidaritätskomitees Berlin zum Massenmord an den Tamilen

Der „Krieg gegen den Terror“ bedeutet für die imperialistischen Staaten und ihre Verbündeten den Freibrief zum Genozid. Das haben die Massaker an den Kämpferinnen und Kämpfern der tamilischen Befreiungsbewegung und zehntausenden tamilischen Zivilisten auf Sri Lanka erneut gezeigt.

Wie schon der Krieg Israel gegen Gaza wurde auch der Krieg der srilankischen Armee gegen die tamilische Befreiungsbewegung ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung geführt. Auch Schulen und Krankenhäuser wurden bombardiert und Artillerie trotz der Anwesenheit Tausender Zivilisten im Kriegsgebiet eingesetzt. Die Führung der Befreiungsbewegung wurde offenbar kaltblütig ermordet, obwohl die Guerilla bereits aus Rücksicht auf die im Kampfgebiet verbliebenen Zivilisten kapituliert hatte.

Bei der Vernichtung der tamilischen Freiheitsbewegung und dem Massenmord an der tamilischen Zivilbevölkerung schwieg die westliche Welt. Es schwiegen auch große Teile der sich als Demokraten oder sogar Linke verstehenden Menschen. Sie schwiegen ebenso, als der damals noch mit dem Westen verbündete Saddam Hussein in den 80er Jahren mit Giftgas aus deutscher Lieferung gegen die irakischen Kurdinnen und Kurden vorging. Ebenso herrschte Schweigen, als die türkische Armee in den 90er Jahren mehr als 4000 kurdische Dörfer zerstörte und von der NATO geschaffenen Todesschwadronen Tausende kurdische Zivilisten „verschwinden“ ließen. Die NATO und die deutsche Regierung heizten diesen Krieg mit umfangreichen Waffenlieferungen an.

Mit ihren Terrorlisten brandmarken die Regierungen der EU und USA die kurdische ebenso wie die tamilische Befreiungsbewegungen als terroristisch. Doch terroristisch ist nicht der Kampf um Befreiung und Selbstbestimmung. Terroristisch ist der „Krieg gegen den Terror“, den die NATO in Afghanistan, Israel in Palästina, die Türkei in Kurdistan, der Spanische Staat im Baskenland und die Regierung Sri Lankas gegen die Tamilen führt.

Die tragischen Ereignisse der letzten Monate auf Sri Lanka sind zugleich eine Warnung an andere um Selbstbestimmung und soziale Befreiung kämpfende Bewegungen weltweit. Denn die Verbrechen an der tamilischen Bevölkerung waren in dieser Form nur möglich durch die weitgehende Isolation der tamilischen Befreiungsbewegung auf internationaler Ebene. Notwendig ist es, eine weitreichende und enge Zusammenarbeit von Befreiungsbewegungen und sozialen, antikapitalistischen Bewegungen auf internationalistischer Grundlage aufzubauen.

Nur durch internationale Solidarität sind wir in der Lage gegen unseren gemeinsamen Gegner, gegen die imperialistischen Staaten und ihre Verbündeten zu bestehen und unsere Rechte zu erkämpfen: in Palästina, in Kurdistan, in Sri Lanka im Baskenland und weltweit.

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