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FREIHEIT UND SCHUTZ FÜR GÜLER ZERE

Die türkischen Isolationsgefängnisse Gefängnisse (Modell Stammheim) werden demnächst einen neuen Todesfall zu verantworten haben. Die Überlebende des Gefängis-Massakers vom 19.Dezember 2000 Güler Zere ist an Krebs erkrankt. 2008 diagnostizierten Mediziner Krebs im Mund, der sich nun in den Gehirnbereich ausbreitet

Güler Zere ist eine 37-jährige politische Strafgefangene, sie wurde wegen Mitghliedschaft in der DHKP-C zu einer 14 jährigen Strafe verurteilt. Obwohl die Türkei alle internationalen Verträge unterschrieben hat, die zur Schutz der Menschenrechte sowie der Rechte von Häftlingen/Strafgefangenen vorschreiben, kommen noch Rechtsverstöße und Todesfälle in den Gefängnissen vor. So berichtet von amnesty international. Wie die unabhängigen Menschenrechteorganisationen festgestellt haben, starben 306 Personen schon zwischen den Jahren 2000-2009 in Haftanstalten. Nun besteht Lebensgefahr für Güler ZERE.

Güler ZERE hat Krebs bekommen, während sie in Haft in Elbistan war, wegen der Gefängnisbedingungen wurde ihre Krankheit zu spät festgestellt. Nachdem ihre Krankheit diagnostiziert war, wurde ihre medizinische Behandlung von der Gefängnisbehörde blockiert. Infolgedessen verschlimmerte sich ihre Krankheit und Güler ZERE ist in Lebensgefahr geraten. Heute deuten ihre Ärzte an, dass eine 30-prozentige Wahrscheinlichkeit für ihr Überleben besteht, aber nur bei einer effektiv- und intensivmedizinischen Behandlung, die ist unter Gefängnisbedingungen nicht gegeben.

In diesem Fall verursacht die Nachlässigkeit der Gefängnisbehörde während der Behandlung von Güler ZERE, dass ihr Krankheitszustand unheilbaren Stand erreicht hat. Das heißt die Türkei verstößt gegen die beiden Artikel „das Recht zum Leben“ (no.2) und „das Verbot gegen Folter und Misshandlung“ (no.3) von der Europäischen Menschenrechtskonvention.

Erst vor Kurzem wurde die Türkei wieder wegen Misshandlung von Gefangenen erneut vom Europäischen Gerichtshof verurteilt.

Güler ZERE sollte schleunigst entlassen werden. Man sollte verhindern, dass ein neuer Todesfall verursacht wird. Wir fodern die Öffentlichkeit auf, bei der Verhinderung dieses Todesfalls mitzuwirken.

HALKIN HUKUK BÜROSU
(Das Rechtsbüro des Volkes)

Zur Solidarität mit GÜLER ZERE
Brief an: Çukurova Üniversitesi Balcalı Araştırma Hastanesi Mahkum Koğuşu, Adana / TURKEY
und Karataş Hapishanesi, Adana / TURKEY

Zum Protestieren
TC. Adalet Bakanlığı 06669 Kızılay, Ankara / TURKEY
Tel: +90 312 417 77 70
Fax: +90 312 419 33 70

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