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BREAK THE SILENCE – DEMO IN GEDENKEN AN OURY JALLOH IN MAGDEBURG

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Gestern, am 13.08.2009 versammelten sich in Magdeburg über 150 Menschen, um zum einen gemeinsam Oury Jalloh zu gedenken. Zum anderen fordern wir die unverzügliche Aufklärung und Bestrafung der Verantwortlichen des Mordes an Oury. Oury Jalloh verbrannte am 7. Januar 2005 bei lebendigem Leib in einem Dessauer Polizeirevier. Auch wenn dieses von Deutschen Polizeibeamten begangene Verbrechen bis heute staatlicherseits nicht aufgeklärt ist, nicht aufgeklärt werden soll, haben wir sehr wohl verstanden warum Oury sterben musste. Dieser Staat ist rassistisch! Dieser Staat schiebt täglich Menschen in Folter und Hunger ab, hält seine Grenzen dicht mit der Konsequenz vieler Toten bei der Überwindung der Festung Europa. BRD heißt Abschiebelager, Brechmitteleinsatz, Illegalisierung von Menschen, Imperialismus und vieles mehr.
Vor diesem Hintergrund verwundert es uns nicht, dass Menschen anderer Herkunft in Polizeirevieren und bei Abschiebungen ums Leben kommen. Das ist dann nur noch die konsequente Fortsetzung der vom Staat vorgegebenen Linie, deren Umsetzung den Verfolgungsbehörden vorbehalten bleibt.
So auch in Dessau am 07. Januar 2005. Auch wenn die in dieser Nacht Dienst habenden Beamten vom Gericht freigesprochen wurden, wissen wir es besser. Die Fakten sprechen eine eindeutige Sprache. „Hinweise auf physische Misshandlung durch ein gebrochenes Nasenbein und ein kaputtes Mittelohr; eine nicht entflammbare Matratze, auf der Oury Jalloh gefesselt war, die dennoch in Brand geriet; das mehrfache Ausstellen des Feuermelders durch diensthabende Polizisten; etc., etc.“ (Initiative in Gedenken an Oury Jalloh)
Über 150 Menschen demonstrierten vom Hauptbahnhof zum Justizministerium, von dort zum Landtag. Vor dem Innenministerium fand dann noch eine Kundgebung statt, bevor die Demonstration wieder am Hauptbahnhof endete. Es wurden Redebeiträge gehalten von der „Initiative zum Gedenken an Oury Jalloh“, „Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen“ und „Zusammen kämpfen“. Hunderte Flugblätter wurden verteilt. Alles in allem eine bunte und kraftvolle Demo, die viele MagdeburgerInnen erreichte. Schon in den Tagen vor der Demo wurden im linken Bezirk Stadtfeld mehrere hundert Plakate und ein großes Wandbild zum Gedenken an Oury Jalloh angebracht.

Nichts und Niemand wird vergessen! Gegen staatlichen Rassismus, Bleiberecht für alle!
Zusammen kämpfen für eine klassenlose und herrschaftsfreie Gesellschaft für alle Menschen!

Zusammen-kaempfen.tk 14.8.2009

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