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Bauernbewegung gründet Milizen in Venezuela

Demonstration gegen Morde an Bauernaktivisten
Von M. Daniljuk
amerika21.de

Caracas. Die Bauernbewegung in Venezuela will ab Dezember 2009 eigene Milizen gründen. Dies kündigte Elías Jaua, führendes Mitglied der PSUV in der Region Llanos, anlässlich einer Demonstration gegen Morde an Bauernaktivisten an. Ziel der Bolivarianischen Bauernmiliz soll es sein, auf die Gewalttaten von Großgrundbesitzern gegen Aktivisten der Landarbeiterbewegung zu reagieren. Die Demonstration gegen Paramilitarismus und Auftragskiller fand am gestrigen Freitag im Bundesstaat Guárico statt und wurde von der Frente Campesino Ezequiel Zamora organisiert. Die OrganisatorInnen forderten ein Ende der Straflosigkeit für Morde an Bauernaktivisten.

“Ich erwarte, dass wir dem Land im Dezember eine Bolivarianische Bauernmiliz vorstellen. Gewalt ist keine Lösung, aber wenn sich die Oligarchie dafür entscheidet, werden wir antworten.” sagte der PSUV-Funktionär vor den Demonstranten. Er forderte die Justiz dringend auf gegen die Todesschwadrone der venezolanischen Großgrundbesitzer aktiv zu werden. Elías Jaua bezifferte die Anzahl der gewalttätigen Übergriffe in den letzten 10 Jahren auf 2000, von denen über 200 für die Bauernaktivsten tödlich endeten. Das Verbrechen der Opfer habe darin bestanden, gemeinsam mit der Regierung, das Land zurückzufordern, das ihnen ohnehin zustehe.

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