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[Tr.Kurdistan] Akt. Überblick Repression

Leider setzt sich der neagtive Trend bezüglich von Menschenrechtsverletzungen, Übergriffen, Folter und verdächtigen Todesfällen hinter Gittern fort. Mittlerweile sitzen übe 1530 Personen aus der DTP und BDP zum großen Teil ohne Anklage in Haft. Diese Woche starb der Kassenwart der DTP von Toroslar,Osman Yığıt (34) in Haft, mehrere Gefangene, darunter der Bürgermeister von Diyarbakır Sur, Abdullah Demirbaş sind durch die Haft in eine lebensbedrohliche gesundheitliche Lage gekommen.

MERSIN – DTP AKTIVIST IN HAFT GESTORBEN

Osman Yığıt (34), der Kassenwart der DTP Toroslar, der vor 6 Monaten im Rahmen der „KCK Operation“ in Haft genommen worden war, verstarb diese Woche an Herzversagen. Er starb, weil der Staat seine Krankheit ignorierte und nicht bereit war eine Haftverschonung oder eine rechtzeitige Lockerung seiner Haftbedingungen anzuordnen.
Bevor er in Haft kam war sein seit dem 14. Lebensjahr behandeltes Herzleiden unter medizinischer Kontrolle. In Haft verschlechterte sich sein Gesundheitszustand rapide.
Obwohl er schon sechs Monate inhaftiert war, war noch nicht einmal seine Anklageschrift fertig.

ISTANBUL – FOLTER AN KURDISCHEM GEFANGENEN

Im Rize Kalkandere Gefängnis wurde Mehmet Demirsoy am 26.04.10 unter den Worten „Ihr habt unsere Polizisten umgebracht“, von Wächtern gefoltert. Er war vorher unter dem Vorwand er habe Besuch aus seiner Zelle geholt worden und dort von Wächtern mit Knüppeln, Eisenstangen und Tritten mißhandelt worden. Dabei beschimpften sie Demirsoy.
Der Gefangene, dessen Körper mit Verletzungen übersäht ist, wurde nicht ins Krankenhaus, sondern erneut in die Zelle gebracht. Er rief seine Familie an und berichtete über die Situation. Dies war nicht das erste Mal, dass Demirsoy von Wächtern geföltert worden war. Seine Familie ist um sein Leben besorgt.

AMED – POLIZEI GREIFT STUDENT_INNEN AN: 100 FESTNAHMEN

Proteste von linken Student_innen gegen den Ausschluss der Student_innen von einer Universitätsveranstaltung wurden massiv von der Polizei angegriffen. Es entickelten sich Straßenschlachten, bei denen über hundert Menschen festgenommen und viele durch Knüppelschläge verletzt wurden.
Der Sozialistische Jugendverein von Amed (ASGD) und die Demokratische Jugendbewegung (DGH) verurteilten die Polizeiangriffe scharf, sie dienten dazu „die Herrschaft der AKP an den Universitäten durchzusetzen.“ In einer Erklärung im IHD Büro sagte der Sprecher des ASGD Rojda Varhan, dass die Universitäten vom Staat in Polizeikasernen verwandelt worden seien, in der jegliche Form revolutionärer linker prokurdischer Politik brutal unterdrückt wird.

KARS – REPRESSIONSWELLE GEHT WEITER 7 GEWERKSCHAFTER_INNEN FESTGENOMMEN

Am 23.04.10 wurden 7 Personen aus der lokalen Führung der linken kurdischen BDP und der Lehrer_innengewerkschaft Eğitim-Senvon Antiterroreinheiten und KCK Vorwurf festgenommen. Es wurde eine große Zahl von Hausdurchsuchungen durchgeführt. Weitere 2 Personen wurden in Mersin und eine in Batman festgenommen.

HUNDERTE DROHBRIEFE AN MENSCHENRECHTSVEREIN IHD

Nachdem der Menschenrechtsverein IHD eine Gedenkveranstaltung zum 95. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern organisiert hatte, wurde der Verein zum Ziel von hunderten telefonischen und postalischen Drohungen. Faschistische Terrorgruppen, wie die türkischen Rachebrigaden (TIT), die in enger Verbindung mit dem „tiefen Staat“ stehen, verschickten ebenfalls mehrere Drohbriefe an den IHD.

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