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Erfolg für die BDS-Bewegung: Norwegen trennt sich von Baufirmen in der Westbank

Am Montag vergangener Woche kündete die norwegische Regierung an, dass sie sich von der Beteiligung an zwei Firmen des israelischen Milliardärs Lev Leviev – Africa Israel Investments und Danya Cebus- zurückzieht. Beide Firmen sind an der Konstruktion von illegalen israelischen Siedlungen in der palästinensischen Westbank beteiligt.

Diese Entscheidung kam nach einer monatelangen Kampagne, die von Westbank- Dörfern wie Bil’in und Jayyous und einer Koalition von Aktivisten aus Norwegen, Palästina, Israel und internationalen Gruppen(Adalah-NY) initiiert wurde.

Die Boykottkampagne gegen diese zwei Firmen von Lev Leviev führte dazu, dass UNICEF und Oxfam Spenden von Leviev zurückwiesen, die britische Regierung ihre Geschäftsverbindungen mit Leviev beendete, bekannte Persönlichkeiten auf Distanz zu ihm gingen und grosse Investmentfirmen sich aus seinen Unternehmen zurückzogen.
Mohammed Khatib vom Bürgerkomitee Bil’in berichtet, dass das Dorf im April 2009 die norwegische Regierung über die Beteiligung von Africa Israel am Bau der Siedlung Mattityahu Ost auf Bil’ins Land unterrichtete. Norwegen versprach eine Untersuchung.” Diese Erfolge zeigen unseren Einsatz, weiterhin für Gerechtigkeit zu kämpfen, auch wenn Israels Verhaftungs- und Einschüchterungskampagne unseren Widerstand durch gezielte Aktionen gegen Aktivisten wie Abdallah Abu Rahmah im Keim ersticken will.“

Palästinensiche Organisatoren von Protesten und Boykottaktionen wie Abdallah Abu Rahmah, Mohammed Khatib, Mohammad Othman aus Jayyous und Jamal Juma von der Organisation Stop-the-Wall wurden von Israel in der vergangenheit festgenommen. In der israelischen Knesset wurde ein Gesetz zur Kriminalisierung von Aktionen israelischer Staatsbürger, die den Boykott Israels unterstützen, eingebracht.

Norwegen trennte sich bereits von der israelischen Firma Elbit wegen ihrer Beteiligung am Bau der illegalen Mauer in der besetzten Westbank.

Die norwegische Regierung zog sich auch (wegen der Abholzung von Urwald) aus einer malaysischen Firma zurück.
Die Bürgerkomitees in der Westbank rufen zu weiteren Boykottkampagnen gegen die fortgesetze Landkonfiszierung auf.

Text: Martina Lauer (ISM)

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