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Wem gehört die Stadt? – Veranstaltung zur Ekhofstraße –

Sonntag, 23. September 2012 // 17.00Uhr

Infoladen Stadtfeld Ost

Am 19. April 1973 besetzten zirka 50 Menschen ein Haus in Hamburg, die Ekhofstraße 39. Die Aktion erfolgte auf Grund der Umstrukturierung des Stadtteils Hohenfelde. Die Besetzer_innen betrieben deswegen Stadtteilarbeit für die Bevölkerung, boten z.B. Beratung in Mietfragen an und praktizierten kostenlose medizinische Hilfe für die Menschen im Stadtteil und wehrten sich offensiv gegen Polizeikontrollen. Dadurch sprachen sie vor allem viele Jugendliche an, die selbst unzufrieden mit dem herrschenden System waren und auf der Suche nach Orientierung: es kamen Schulklassen zu Besuch, weiterhin holten sie Jugendliche aus Heimen und boten diese im Haus eine Bleibe.

Kurz vor der Räumung gaben die Hausbesetzer_innen dem besetzten Projekt einen Namen: „Petra Schelm-Haus“. Petra wurde als erste Militante aus der RAF am 15. Juli 1971 in Hamburg während einer Fahndung erschossen.
Das Haus wurde am 23. Mai von einem Mobilen Einsatzkommando (MEK) der Hansestadt geräumt. Erwogen wurde, den § 129 („Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung“) gegen sie einzusetzen. 12, 14 und 16 Monate waren im anschließenden Verfahren für 3 Genoss_innen die „Höchststrafen“.

Bei der Besetzung war die radikale Linke Hamburgs ein Anziehungspunkt. Es war ein Kontrapunkt zu den vielen Achtundsechzigern, die jetzt mit dem kapitalistischen System paktierten.
Einige von den Hausbesetzer_innen wie Stefan Wisniewski, Bernd Rössner, Wolfgang Beer, Andreas Vogel und Christa Eckes haben sich später bewaffneten Gruppen wie der „Bewegung 2. Juni“ und der RAF angeschlossen.

Die Veranstaltung wird durch Filme und einen Radiomitschnitt ergänzt.
Anwesend wird auch ein damaliger Besetzer sein.

 

Sonntag, 23. September 2012 // 17.00Uhr

Infoladen Stadtfeld Ost

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