MD: Aufregung um Facebook-Party

Kurzmeldung: Am Freitagabend (5.10.12) belagerte die Polizei den Magdeburger Stadtteil Stadtfeld-West, um eine Facebook-Party zu verhindern. In der Woche zuvor wurde diese Party, welche versehentlich veröffentlicht wurde und zu der mehrere tausend Facebook-User zusagten, bereits von der Stadt eifrig verboten wurden. In der Magdeburger Volksstimme wurde ebenfalls bereits üppig über das Verbot berichtet und somit unter vielen Jugendlichen indirekt die Werbetrommel gerührt. Daneben wurde auch schon präventiv ein hartes Durchgreifen seitens der Polizei angekündigt um die Gewalt von Polizeibeamten gegen Jugendliche bereits im Vorfeld zu legitimieren.

Am besagten Tag selbst wurde der scheinbare Veranstaltungsort (in einer Wohnung der Diesdorfer-Str.) bereits seit 15 Uhr weiträumig mit Absperrgittern und martialischen Polizeieinheiten abgeriegelt, welche auch aus anderen Bundesländern angekarrt wurden. Das Gebiet auf der Diesdorfer- Str., zwischen Beimsplatz und Hannoverschestr. wurde kurzerhand für fast den ganzen Tag zum Sperrgebiet erklärt. Dennoch bewegten sich viele vermeintliche Veranstaltungsteilnehmer/innen und Zuschauer/innen in Richtung Veranstaltungsort. Die Polizei hatte sichtlich Mühe die Lage gänzlich in den Griff zu bekommen. Jede/r wollte dabei sein, von alt bis jung, so auch einige Faschos aus der Stadt. In der Dunkelheit wurde die Lage zunehmend unübersichtlicher. Die Jagd von behelmten Polizisten auf vermeintliche Partygäste wurde eröffnet. Dennoch kam es in einigen Teilen der Stadt immer wieder zu Ansammlungen von Jugendlichen, so zum Beispiel am Hauptbahnhof, Hasselbachplatz und entlang der Diesdorfer-Str.. Am Hasselbachplatz hätte letztlich eine Eskalation gedroht, denn Polizisten und deren Fahrzeuge seien mit Steinen und Flaschen attackiert wurden. Dabei seine mehrere Einsatzfahrzeuge und ein Beamter verletzt wurden. Auf Facebook wurde mittlerweile darüber spekuliert ob der Beamte wohl die noch vom 14.01.2012 in der Luft herumschwirrenden Splitter einer zerborstenen Betonplatte eingeatmet hätte.

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