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Antiimperialisten erklären Bush in Lima zur unerwünschten Person

Zahlreiche Organisationen der peruanischen Linken haben zu einem antiimperialistischen Gegentreffen zu dem in Lima stattfindenden Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftskooperation (APEC) aufgerufen. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht dabei der Protest gegen die Anwesenheit des scheidenden US-Präsidenten George W. Bush, der am heutigen Freitag auf der Plaza del Dos de Mayo in Lima symbolisch verurteilt werden soll. Der Chef des Gewerkschaftsbundes CGTP, Mario Huamán, bezeichnete Bush als den Hauptverantwortlichen für die internationale Finanzkrise sowie für die Verletzung der Menschenrechte von Millionen von Menschen.

Die Aktivitäten des antiimperialistischen Treffens und die Aktionen in den Straßen von Lima hätten nicht die Absicht, den Verlauf des Gipfeltreffens zu blockieren, betonte Huamán, sondern richteten sich speziell gegen die Präsenz von Bush. Zugleich kritisierte er jedoch auch, dass es der APEC nur darum gehe, die Gewinne einiger mächtiger Herren zu sichern, während Diskussionen über eine neue Weltwirtschaftsordnung und gerechten Handel nicht auf der Agenda stehen.

Wichtigste Veranstaltung der Gegenaktivitäten wird heute ein “politisch-kultureller antiimperialistischer Aktionstag” sein, zu dem mit der CGTP der größte Gewerkschaftsbund des Landes ebenso aufgerufen hat wie die in der Politisch-Sozialen Koordination zusammengeschlossenen Bewegungen und die Peruanische Kommunistische Partei (PCP). Dazu gehören Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen, Reden und Konzerte auf der Plaza del Dos de Mayo im Zentrum von Lima. Eine Demonstration sei an diesem Tag nicht vorgesehen.

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