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Stendaler Pegida-Ableger demonstriert mit Neonazis

An einer Kundgebung mit anschließendem Marsch durch die altmärkische Kreisstadt Stendal (Sachsen-Anhalt) haben gestern, nach Medienberichten, ungefähr 250 Personen teilgenommen. Die Versammlung  war von einer „Bürgerbewegung Altmark“ organisiert worden. Obwohl der Aufzug, so Medienbeobachter, einen betont bürgerlichen Charakter hatte, soll jedoch die Offenheit gegenüber der extremen Rechten unübersehbar gewesen sein.

„Die alte kaiserliche Reichsfahne wurde gezeigt, der Vorsitzende des NPD Kreisverbandes Altmark, Sebastian Klein, marschierte mit Gefolge mit, ebenso Stendaler Sympathisanten der Partei „DIE.RECHTE“, bekannte Neonazis aus „freien nationalen“ Strukturen aus dem Altmarkkreis Salzwedel, Sympathisanten der Internetinitiative „Nein zum Heim in Gardelegen“, „Autonome Nationalisten“ aus Stendal sowie Anhänger der “Identitären Bewegung”. Des Weiteren nahmen einigen Personen aus dem rechtsorientierten Hooliganmilieu teil. Eine Person fiel durch einen „HOGESA“-Pullover auf. Die bekannten Gesichter der Stendaler „Alternative für Deutschland“ (AfD) standen dem Aufzug hingegen etwas zwiespältiger gegenüber. Während Stadtrat Matthias Büttner die Szenerie nur vom Rand am Treffpunkt der „besorgten Bürger_innen“ beobachtete, marschierte Tom Klein vorbehaltlos bei der „Bürgerbewegung Altmark“ mit.“ (Quelle: Presseservice Rathenow)

Inhaltlich soll das Konzept der Veranstaltung stark an PEGIDA („Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“) angelehnt gewesen sein.

„Das Frontbanner der Versammlung war entsprechend ähnlich gestaltet. Und mit Sebastiano Graziani und Victor Seibel traten auch zwei Redner auf, die zuvor bereits bei PEGIDA-Ablegern in Braunschweig („BRAGIDA“) und Kassel („KAGIDA“) Redebeiträge hielten. Beide sowie drei weitere Redner aus Stendal beklagten sich mehr oder weniger über die steigenden Flüchtlingszahlen, polemisierten gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel, kolportierten Verschwörungstheorien oder hetzten gegen die so genannt „Lügenpresse“. Auch der markante Slogan: „Wir sind das Volk“ wurde durch die „Bürgerbewegung“ mehrfach skandiert, neben Parolen die ansonsten nur auf Neonaziaufmärschen zu hören sind.“ (Quelle: Presseservice Rathenow)

Gegen den Aufmarsch der „Bürgerbewegung Altmark“ sollen bis zu 500 Menschen demonstriert haben.

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