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Erfolgreiche Kundgebung 100 Jahre Novemberrevolution!

Am 10. November 2018 haben wir zu einer Kundgebung in der Magdeburger Innenstadt aufgerufen, um an die Ereignisse im November 1918 zu erinnern mit dem Versuch, auch einen aktuellen Bezug zur heutigen Situation herzustellen. Rund 60 Menschen folgten dem Aufruf. Im Vorfeld der eigentlichen Kundgebung legten wir ein Gesteck an der Gedenktafel ermordeter Revolutionäre an der Alten Hauptpost nieder. Die Kundgebung vor dem Allee Center begann pünktlich 17.00 Uhr und sollte eine Stunde andauern. Die Zeit nutzten wir um mit den BürgerInnen ins Gespräch zu kommen und es wurde deutlich, dass gerade vielen ehemaligen DDR-Bürgern die Novemberrevolution in guter Erinnerung geblieben ist.

 

Die Kundgebung verlief ohne Zwischenfälle und so konnte sich im Nachhinein ein Großteil der TeilnehmerInnen an den Gegenprotesten gegen den Fackelmarsch der Bürgerinitiative Magdeburg beteiligen.

 

Die Faschisten sammelten sich vor dem Hauptbahnhof. Ein Mix aus Dosenbier, bedruckten Jogginghosen und schlechter Musik – letztlich zog es dennoch rund 700 Nazis auf die Straße an diesem Abend. Nach den menschenverachtenden Redebeiträgen wollten die Faschos ihren Marsch

starten. Es bot sich ein inszeniertes Bild, hunderte Faschisten mit zahlreichen Fackeln, marschieren, von der Versammlungsbehörde und Polizei geschützt, ein Tag nach dem 9. November durch Magdeburg und skandierten es sei ihre Stadt. Vom Bahnhof über die Otto-von Guericke-Str., über Hasselbachplatz, Breiter Weg und wieder zurück zum Startpunkt bewegte sich der pöbelnde

Nazimob. Begleitet wurden sie von lautstarkem Protest vieler AntifaschistInnen an der Route, die ihre Ablehnung den Vorbeiziehenden deutlich zum Ausdruck brachten. An einigen Stellen stoppte der Fackelmarsch, da Einige immer wieder die Auseinandersetzung suchten. In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt, dass einige Tage vor dem Fackelmarsch das Auto eines Mitorganisators, Matthias Fischer, ausbrannte, wie den sozialen Medien zu entnehmen war.

 

Zum Schluss können wir festhalten, dass es uns gelungen ist an die eigenen historischen Kämpfe zu erinnern und uns nicht ausschließlich an den Faschisten abzuarbeiten. Uns ist dabei durchaus bewusst, dass die Faschisten immer wieder Tage wie den 9. November instrumentalisieren und dabei insbesondere die Pogromnacht der Faschisten verharmlosen. Gerade solche Ereignisse, grölende „Wutbürger“ mit Fackeln in der Hand, machen deutlich, sich zum einen auf eigene Kämpfe zu konzentrieren und zum anderen den Zusammenhang von Faschismus und Imperialismus immer weder zu thematisieren.

 

Wir bedanken uns bei allen solidarischen Genossinnen und Genossen, die mit uns gemeinsam an die Geschichte der Novemberrevolution erinnert haben und den Aufmarsch der Faschisten störten .

 

Bis zum nächsten Mal und …

 

Hoch die internationale Solidarität!

Kampf dem imperialistischen Krieg!

 

 

Zusammen Kämpfen gegen Ausbeutung und Unterdrückung!

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