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Machenschaften der EU in Lateinamerika: Protestaktion

leicht gekürzte Deklaration des EU-Lateinamerika Netzwerks “enlazandoalternativas”(Unterzeichner am Ende), kann noch unterzeichnet werden (Antwort an Ruth Thon):

Es geht hier um die- bei uns meist nicht bekannten – Machenschaften der EU und der europäischen Konzerne in Lateinamerika, wo noch immer Bodenschätze, Rohstoffe und Regenwald die Profitgier der Transnationalen am Leben halten. Das Netzwerk – dem vor allem die sich gerade zusammenschließenden Organisationen der sozialen Bewewegung lateinamerikas.
Wie auch der Dachverband der indigenen Völker angehören- kämpft gegen die sogenannten “Freihandelsverträge”, die die EU versucht, massiv durchzusetzen : mit den USA und EU hörigen Präsidenten Uribe (Kolumbien) und Garcia (Peru) will die EU “bilaterale” Abkommen abschließen. Dazu muss man wissen, dass, seitdem in Venezuela und Bolivien versucht wird, Alternativen zur neoliberalen Unterwerfung unter die Konzerne entstanden sind, sich die sozialen Bewegungen in Lateinamerika vehement gegen diese ungerechten Freihandelsabkommen wehren, die, wie sie mittlerweile erkannt haben, nur den Konzernen nutzen. Sie ermöglichen ,die Reichtümer Lateinamerikas hemmungslos auszurauben, Privatisierungen zu erzwingen , Hungerlöhne zu zahlen und sich um keinerlei Umweltschutz oder Entschädigungen kümmern zu müssen.

Die CAN ( Zusammenschluss der Andenländer Lateinamerikas ) hat sich “als Block” bisher in zwei Gipfeltreffen mit der EU erfolgreich gegen die Abschlüsse wehren können, deshalb versucht die EU jetzt mit neuen Manipulationen, d.h. bilateralen Verträgen mit Peru und Kolumbien,ihre Interessen durchzusetzen, was für die “intergation” der Andenländer innerhalb der CAN und Lateinamerika eine ökonomische und politische Katastrophe bedeuten würde . Die CAN würde auseinanderbrechen und so geschwächt nicht mehr in der Lage sein, die in Lateinamerika bestehenden neuen Zusammenschlüsse zu nutzen und eine reale Alternative zum Neoliberalismus zu entwickeln.

Die Erklärung von “enlazandoalternativas” :

Wir fordern von der Europäischen Union und von den Regierungen Perus und Kolumbiens, die CAN nicht zum Scheitern zu bringen

Die sozialen Bewegungen und die Zivilgesellschaft Europas, Lateinamerikas und der Welt drücken ihre tiefe Sorge aus angesichts der Entscheidung der Europäischen Komission, als die sie die EU mit 27 Ländern vertritt, mit Peru und Kolumbien bilaterale Wirtschaftsabkommen zu verhandeln.Sie provozieren damit ein Auseinanderbrechen der Andengemeinschaft CAN.

…..

Uribe und Garcia : sie verkaufen ihre Länder an die Transnationalen Europas gegen den Willen ihrer Völker und im Widerspruch zur Integration der Andenländer

Die Regierungen von Peru und Kolumbien sind wiederholt dem Einigungsprozess der Andenländer in den Rücken gefallen,seit dem sie die Freihandelsverträge mit den USA unterzeichnet haben,haben sie alles getan um die Intergation der Andengemeinschaft der Unterwerfung unter die neoliberalen Mächte zu opfern….Was die Verhandlungen mit der Europäischen Komission betrifft,haben sie deutlich gemacht, dass sie direkte bilaterale Abschlüsse, so wie sie die EU fordert, den Verhandlungen als “Block” der CAN vorziehen….und das gerade in einer Zeit der komplexen Krisen, in der alle Bemühungen Boliviens, wirtschaftliche Alternativen zu der unmenschlichen Armut der Bevölkerung zu entwickeln, damit in Gefahr gebracht werden. Sie tun dies eindeutig gegen den Willen ihrer Völker, die sich massiv gegen die Unterzeichnung dieser Verträge wenden.

.. Hiermit wird die kontinentale Zusammenschließung in Alternativen sabotiert,.. dieses Verhalten der Präsidenten bedeuten eklatante Missachtungen des Willen des Volkes und gehen einher mit schweren Menschenrechts- und Gesetzesverletzungen, Ermordungen von Gewerkschaftern in Kolumbien und schwerer Repression gegen die indigenen Bewegungen in Peru.

Dies alles wird von der EU ignoriert !

Angesichts der weltweiten Krise, zu der die neoliberale Wirtschaftspolitik geführt hat, ist es wichtiger denn je, für radikal neue Modelle zu kämpfen ! Die Position von Brüssel, Lima und Bogota dagegen hält an der jahrhundertealten Ausplünderung der Erde fest und an der Verelendung der Völker.Deshalb fordern wir die EU auf, diese Politik aufzugeben, die Millionen von Menschen in noch größere Armut stürzen wird : sie werden ihr Land und ihre Existenz verlieren, ihre Umwelt und Lebensbedingungen noch weiter zerstört.

Wir verurteilen :

-Die spalterischen Machenschaften der EU….

-Die Durchsetzung einer Politik der Destabilisierung und Zerstörungen von Wirtschaften und Lebensbedingungen zugunsten der “Wettbewerbsfähigkeit” der EU…

-..die Politik der Regierungen von Peru und Kolumbien, die bereit sind, ihre Völker für die Profite der nationalen Eliten und der Transantionalen Konzerne zu opfern..

wir wenden uns gegen:

-die Unterzeichnung von Freihandelsverträgen zwischen CAN und EU, die als “Assoziierungabkommen” umbenannt und so maskiert werden und die unter der geheuchelten “Kooperation” und “politischem Dialog” nur die alten Ausbeutungsverträge bedeuten.

wir fordern von EU und den Regierungen Perus und Kolumbiens:

-die Abbrechung dieser Verhandlungen….

- ein Überdenken der dieser Handelspolitik und einer Neuorientierung an sozialer Gerechtigkeit,Umwelterhaltung und Achtung der Menschenrechte.

- die Vorgehensweise der Handelspolitik transparent zu gestalten und demokratische Willensbildung zu achten ….

-ein Zurückkehren zu den zwischen der CAN und Eu erreichten Verhandlungen und zur Politk ders Dialoges…

-In diesem Sinn Verhandlungen von “Block zu Block” (von EU zu CAN) und Verzicht auf bilaterale Verträge…

-Respektierung der CAN als der ältesten Gemeinschaft der Völker lateinamerikas

Zuletzt rufen wir alle sozialen Bewegungen und Netze, Gewerkschaften und Migrantenbewegungen, Frauen und Jugendbewegungen auf, sich dieser Handelspolitik zu widersetzen.

Unterzeichenr ( letzter Stand 20.11.) Alianza Sozial Continental ( Dachverband der soz.Bewegungen Lateinamerikas) Ecologistas en accion, ODG, ACSUR,(Spanien)Tansnational Institut (Holland) SdL, (Italien)FAL,Attac (Frankreich) SAL(Schweden) UAG,CIDAl,CADTM und Venezuela Solidariät(Belgien)ILA ,FDCL,EWH(Deutschland) und viele andere mehr

(Antwort an Ruth Thon) thon.ruth@web.de

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