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Sachsen Anhalt: Studie Lohndumping auf dem Vormarsch

mdr 28.07.2010

Die Zahl der Menschen mit sehr niedrigem Gehalt in Sachsen-Anhalt wächst. Mehr als jeder Neunte verdient weniger als 800 Euro im Monat. Das berichtet MDR 1 RADIO SACHSEN-ANHALT und verweist dabei auf Statistiken der Arbeitsagenturen. Vor Einführung der Hartz-Reformen im Jahr 2003 sei es noch jeder Elfte gewesen. Insgesamt sind momentan mehr als 162.000 Sachsen-Anhalter im Niedriglohnbereich beschäftigt. Sie verdienen damit weniger als zwei Drittel des mittleren Stundenlohns von 6,87 Euro pro Stunde.
Vor allem Frauen betroffen
Drei Viertel der Betroffenen sind Frauen, die vor allem im Gesundheits- oder Sozialwesen, im Einzelhandel oder Dienstleistungsbereich arbeiten. Von einem gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro, wie ihn Gewerkschaften fordern, würde nach einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung des Instituts Arbeit und Qualifikation in Ostdeutschland mehr als jeder Dritte profitieren.

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