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Grußbotschaft an den Flüchtlingsprotestmarsch

Zum Ende des Flüchtlingsprotestmarschs Anfang Oktober haben wir eine kurze Grußbotschaft verfasst.
Aktuelle Informationen zu dem Hungerstreik, dem Protestcamp und weiteren Aktivitäten findet ihr unter: www.refugeetentaction.net

 

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde,

 

mit Freude haben wir von eurem Protestmarsch erfahren. Unsere Solidarität gilt dem selbstorganisierten, kompromisslosen Kampf aller Unterdrückten weltweit um Befreiung von jeder Form von Ausbeutung und Unterdrückung. Unsere volle Unterstützung gilt dem Kampf um die Erfüllung der Forderungen: Stopp aller Abschiebungen, Aufhebung der Residenzpflicht, Abschaffung der Lagerunterbringung und schnellerer Bearbeitung der Asylanträge. Wir haben den allergrößten Respekt vor eurem Mut und eurer Entschlossenheit.

Während unsere politische Arbeit großteils darin besteht, den Menschen, die hier geboren und aufgewachsen sind, zu erklären, dass auch sie Opfer des Kapitalismus und seiner menschenverachtenden Profitgier sind, und dass sie sich dagegen wehren müssen, seid ihr bereits einen Schritt weitergegangen und befindet euch in der offenen Konfrontation mit den Herrschenden und ihren Marionetten, den Faschisten. Ihr habt die härtesten und grausamsten Angriffe der Herrschenden gegen die Menschenwürde am eigenen Leib erfahren und seid aufgestanden, um euch zu befreien. Das erfüllt uns mit großer Bewunderung, denn egal wo wir herkommen, egal wie unsere konkreten Kämpfe aussehen – wir sind eine Klasse und führen einen gemeinsamen Kampf gegen unseren Feind – den Imperialismus. Was für uns alle Knäste, Jobcenter und politische Verfolgung sind, sind für euch zusätzlich Lager, Residenzpflicht, und Abschiebungen. Was uns eint, ist die Befreiung unserer Klasse als Perspektive.

Zu unserer Klasse gehören alle Menschen, denen das weltweite kapitalistische System Krieg, Armut und rassistische und sexistische Unterdrückung aufzwingt, alle Menschen, die täglich erniedrigt und entwürdigt werden, weil die Herrscher dieser Welt weder fähig noch bereit sind, ihnen ein freies Leben zu gestatten. Rassismus und menschenverachtende Lebensbedingungen für Flüchtlinge, Abschiebungen und sadistisch-rassistische Schikanen gehören zu den härtesten Angriffen der Herrschenden gegen unsere Klasse – ebenso wie Kriege, Massenarmut und Arbeitslosigkeit. Der Rassismus ist ein untrennbarer Bestandteil des Imperialismus – das zeigt sich nicht nur am Rassismus der Ämter und Behörden, sondern auch an der ständigen Unterstützung von Nazis und anderen Faschisten durch die imperialistischen Staaten, was zuletzt durch den Angriff auf euren Protestmarsch in Erfurt am 18. September deutlich wurde. Die Herrschenden brauchen den Rassismus, weil der Rassismus die Menschen blendet und trennt.

Der gemeinsame Kampf unserer Klasse gegen jede Form von Ausbeutung und Unterdrückung ist der einzige Ausweg aus den herrschenden Verhältnissen. Rassistische, menschenverachtende Flüchtlingspolitik, imperialistische Kriege, Polizeigewalt, ständige Massenarbeitslosigkeit, ständige Lohnsenkungen und Armut auf der ganzen Welt sind nur einige der Waffen, die im Klassenkampf von oben gegen uns eingesetzt werden. Nur, wenn wir uns bewusst machen, dass die Grenze nicht zwischen den Völkern, sondern zwischen oben und unten verläuft und dass das imperialistische System der gemeinsame Feind aller Menschen ist, können wir zusammen kämpfen und dann werden wir zusammen siegen.

Wir wünschen euch den größtmöglichen Erfolg bei den Kämpfen!.

Hoch die internationale Solidarität! No nation, no border – stop deportation!

Zusammen kämpfen für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung – weltweit!

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